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Einen Kaffee gefällig? Die Wiener Kaffeehäuser

Dienstag, den 25.07.2017

Einen Kaffee gefällig? Die Wiener Kaffeehäuser

Wien und die Kaffeehäuser - das sind eins! Wohl kaum eine Stadt bietet so wunderschöne und traditionsreiche Kaffeehäuser wie Wien. Diese haben einen ganz besonderen Stil und Eleganz und sind für mich sinnbildlich „das typische Wiener Leben“.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich mit der Straßenbahn zurück nach Wien Nußdorf zu meinem Donauschiff fuhr. In der Bahn saßen drei ältere Damen - vielleicht um die 80. Ganz stilvoll gekleidet und mit einer wundervollen Eleganz, die für mich für Wien typisch ist. Ich konnte mir gut vorstellen, dass sie sich in einem Wiener Kaffeehaus getroffen haben. Ob es stimmt? Ich weiß es nicht.

Es ist schon also fast ein Muss, eines dieser Kaffeehäuser bei einem Aufenthalt in Wien zu besuchen. Auch wenn natürlich zunächst einmal eine Vielzahl an beeindruckender Sehenswürdigkeiten darauf wartet, erkundet zu werden. Prächtige historische Bauwerke reihen sich fast schon an einander.

Zum einen sollte man jedoch zwischen den viele Besichtigungen auch einmal eine Pause einlegen, zum anderen gehört es meines Erachtens auch dazu, eine Stadt oder ein Land kulinarisch kennen zu lernen. Beide Aspekte kann man in Wien gut in den Kaffeehäusern vereinen. In den Wiener Kaffeehäusern gibt es natürlich leckere „Schmankerl“ für Zwischendurch J. Von süß bis herzhaft ist hier alles zu finden.

Es war und ist normal, dass man ein Wiener Kaffeehaus nicht nur kurz besucht(e). Schon seit jeher konnte man während eines Besuches ganz in Ruhe die Zeitung lesen oder sich mit Freunden stundenlang an einem Tisch setzen. So entstand auch die „Kaffeehausliteratur“, die so typisch ist.

Kaffeehausliteratur

Kennen Sie die Kaffeehausliteratur? Diese entstand im 19. Jahrhundert in Wien in den Wiener Kaffeehäusern. Zu dieser Zeit trafen sich viele Intellektuelle zum Meinungsaustausch - viele davon im Café Central oder im Café Griensteidl. Übrigens ist das Café Griensteidl eines der führenden Literaten Cafés der Stadt. Aber nicht nur hier fanden sich Schriftsteller zum Schreiben ein. Auch in vielen anderen. Das Kaffeehaus war ein Ort des Treffens und des Austauschs. Diese Stunden im Café hatten etwas ganz besonderes. Können Sie sich vorstellen, wie sich hier einst Hugo von Hofmannsthal oder Arthur Schnitzler einfanden und ihren Kaffee genossen? Oder Gustav Klimt hier vielleicht zu seinen Werken inspiriert wurde?

Vom Einspänner bis zum Braunen

Fast jedes der Wiener Kaffeehäuser hat seine eigene, ganz besondere Kaffeebohnenmischung - was natürlich ein Geheimnis ist.
Grundsätzlich jedoch haben in Wien die unterschiedlichen Kaffeearten andere Namen, als wie wir sie kennen.

Und damit Sie wissen, was Sie für einen „Kaffee“ bestellen (wollen), erklären wir hier einige Kaffeearten:

Brauner: Ein Brauner ist ein schwarzer Kaffee mit Milch

Mocca: ein Mocca ist ein reiner schwarzer Kaffee

Melange: Milchkaffee

Kapuziner: ein Kaffee mit Sahne und Kakaopulver

Einspänner: schwarzer Kaffee mit Sahne

Und es gibt noch weitere Kaffeespezialitäten, die hier andere Namen tragen.

 

Nicht nur die Sachertorte ist legendär

Zu den berühmtesten Torten der Welt gehört sicherlich die „Sachertorte“, die 1832 von Franz Sacher für ein Festbankett des Kanzlers Metternich erschaffen wurde. Später stritten sich gleich zwei Kaffeehäuser darum, wer das Original hat. Das „Café Sacher“ - oder das „Café Demel“. In dem einen heißt die Sachertorte „Original Sachertorte“, in dem anderen „Demel’s Sachertorte“. Mir ist es einerlei - beide sind köstlich!

Die Sachertorte ist jedoch nicht die einzigsten Torte, die Sie auf den Speisekarten der Wiener Kaffeehäuser finden… Ob Esterhazy Torte, die zur Zeit der k & K Dynastie eine der Beliebtesten der Stadt war, Imperial Torte, die zu Ehren Kaiser Franz Joseph I. kreiert wurde, oder Malakofftorte mit Mandeln und Rum… - es finden sich viele wunderbaren Tortenkreationen. Eine besser als die andere.

Und wer es nicht ganz so üppig mag, wird sicherlich mit dem Altwiener Gugelhupf oder Wiener Apfelstrudel etwas Passendes zu seinem Kaffee finden…

Aber Achtung: manchmal ist ein Schnaps danach ganz gut… Nein, Spaß beiseite. Ein Stück Torte oder Kuchen gehört einfach zum Besuch eines Wiener Kaffeehauses dazu. Und ich bin sicher, die Auswahl wird Ihnen schwer fallen!

 

Bekannte Wiener Kaffeehäuser

In welches Kaffeehaus sollte man denn jetzt gehen? Die meisten Wien Besucher wollen natürlich das Café Sacher besuchen. Hier jedoch einen Platz zu erhaschen wird schwer. Mir ging es damals ähnlich und ich schaute einfach weiter, bis ich ein ebenso wunderschönes in der Nähe der Albertina fand.

Zu den bekanntesten Wiener Kaffeehäusern, die teilweise sogar noch über die Originaleinrichtung von damals verfügen, zählen zum Beispiel:

 

Café Central in der Herrengasse

Café Griensteidl am Michaelerplatz

Café Demel am Kohlmarkt

Café Sacher in der Philharmonikerstraße

Café Jelinek in der Otto-Bauer-Gasse

Café Prückel am Stubenring

Café Mozart am Albertinaplatz

Café Landtmann am Universitätsring

Undsoweiter undsofort… Fast 200 Café-Konditoreien gibt es in Wien - Sie werden Ihr Lieblingskaffeehaus sicherlich finden.

 

Übrigens gehört die Wiener Kaffeehauskultur seit 2011 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO!

 

Sind Sie auf den Geschmack gekommen? Dann besuchen Sie doch selbst einmal Wien. Ob in Form einer Donaukreuzfahrt oder einer Städtereise nach Wien - die Atmosphäre der Stadt mit den vielen Sehenswürdigkeiten und Kaffeehäusern wird Ihnen gefallen!

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